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Christian der II., der Schnitzelproduzent im Gardehemd

Prinz Christian II. – mit bürgerlichem Namen Christian Heseker – und seine Prinzessin Claudia (Rupe) sind seit sieben Jahren ein Paar. Gemeinsam mit seinen Eltern und Großeltern wohnen sie auf dem Mehrgenerationenhof Heseker in der Bauerschaft Twillingen.

Prinz Christian ist am 26.12.1987 geboren und als ältestes von vier Kindern im schönen Füchtorf aufgewachsen. Der staatlich geprüfte Agrar-Betriebswirt ist 2010 in den gemeinsamen Betrieb des elterlichen Hofes eingestiegen und hat sich auf Sauen, Ferkelaufzucht und Mast spezialisiert. So erklärt sich der erste Teil des prinzlichen Beinamens „Schnitzelproduzent“.

Der zweite Namensbestandteil „Gardehemd“ geht auf Christians Engagement im Vereinsleben zurück. Bereits seit 2005 ist er Mitglied der Ehrengarde Füchtorf, deren Geschicke er seit 2014 als Vorsitzender leitet. Erfahrungen in der Vorstandsarbeit hat Christian im Vorfeld bereits als Vorsitzender der Landjugend Füchtorf sowie im Bezirksvorstand der Landjugendbewegung gesammelt. Desweiteren ist Christian aktives Mitglied im Füchtorfer Kegelclub „Flasche leer“ und im KCFO (Kegelclub Füchtorf-Ostbevern), gesellige Stunden verbringt er auch gerne mit seinem Kartenclub.

Prinzessin Claudia (Rupe) ist am 26.06.1995 geboren. Mit zwei Schwestern und einem Bruder ist sie im Nachbarort Milte aufgewachsen und im vergangenen Jahr in das schöne Füchtorf umgezogen. Auch Claudia ist der Natur sehr verbunden, was sie in ihrem Beruf als Gärtnerin im Gartencenter in Handorf auslebt. Claudia nimmt ebenfalls aktiv am Füchtorfer Vereinsleben teil. Sie teilt als Füchtorfer Schützenmädel Christians Vorliebe für grün-weiß. Mit ihrem Kegelclub „Die lieben 7“ trifft sie sich regelmäßig zu geselligen Abenden und mit ihren „Malle-Mädels“ hat sich ein kleiner Kreis gefunden, mit dem sie regelmäßig einen Party-Kurztrip auf die Sonneninsel macht.

Der Hof Heseker ist ein ergiebiger Quell der Füchtorfer Narrenschaft. Bereits 2004 wurde er zur Narrenhochburg von Prinz Ludwig I. und Prinzessin Sigrid, den Eltern des amtierenden Prinzen. Auch Tante Annette (mit Prinz Uli I.) und Onkel Laurenz konnten schon das Narrenzepter schwingen. Im Showprogramm der Füchtorfer Karnevalisten spielt die Familie Heseker ebenfalls eine wichtige Rolle. So sind die Schwestern des Prinzen seit vielen Jahren in den Tanzgruppen des KFV aktiv. Caroline und Theresa tanzen in den Reihen der rot-weißen Funken, die wiederum von Schwester Julia trainiert werden. Prinz Christian selbst ist seit 2013 in der Comedy-Gruppe „Whats Up“ aktiv und sorgt für viele Lacher auf der Bühne.

Übung für sein neues Amt fand Christian bereits im Jahr 2006 als Landjugend-Karnevalsprinz „Christian – der Traktorist und Schweinespezialist“.

Das Prinzenpaar freut sich auf die kommenden närrischen Tage und wünscht allen Närrinnen und Narren viel Spaß in der laufenden Session.

Närrisches Jubiläum

Am Samstag ist es soweit und Prinz Christian muss die Prinzenwürde des Karneval Füchtorfer Vereine in die Hände seines Nachfolgers legen. Um 22:33 Uhr erwarten die Füchtorfer Narren die neue Tollität, dessen Name bis dahin streng gehütet wird. Einer der das Geheimnis bereits kennt ist ein stiller und treuer Begleiter, der bereits seit vielen Jahren das Prinzenpaar im Karneval begleitet und sicherlich viel zu erzählen hätte – wenn er denn könnte. 

Die Rede ist vom Füchtorfer Narrenzepter Karlchen, das in diesem Jahr seinen 33. Geburtstag feiert. Moment mal, der Füchtorfer Karneval geht doch in diesem Jahr in die 37. Session, oder? „Wir haben klein angefangen und als erster Prinz hatte ich nur einen Umhang und ein einfaches Holzzepter“, erinnert sich Karl Schlingmann, der als Kalli I. „von Mäh und Drescher“ 1981 den Reigen der Füchtorfer Narrenhäupter eröffnete. Wurde im ersten Jahr noch die Prinzenrede in einer Nacht- und Nebelaktion vor der PriPro erstellt, so wurde der Karneval in den folgenden Jahren immer professioneller und die Ausstattung der Regenten aufgestockt. Im Jahr 1985 wunderte sich der Holzfreund Paul Hoppe über das spärliche Narrenzepter seines Schwagers, seines Zeichen Prinz Lucky I „von Karosse für Rosse“. Mit viel Liebe zum Detail machte er sich daran ein hölzernes Konterfei zu schnitzen, das sodann von Prinz zu Prinz weitergereicht wurde und in den vielen fünften Jahreszeiten ebenso viel erlebt hat. Über viele Jahre namenlos verbrachte das Narrenzepter die meiste Zeit seines aktiven Lebens in den Händen der jeweiligen Tollität bzw. im Wohnzimmer der Festwirtin Christa Artkamp. Wenn es brenzlig wird wissen die Prinzen, dass Ihr Narrenzepter bei Christa sicher aufgehoben ist und in dem einen oder anderen Jahr wurde diese Heimstatt auch für längere Zeit in Anspruch genommen. 

Gut zu wissen, wo sich das Karlchen befindet wenn der Prinz zu seinem nächsten Auftritt los eilen muss. Etwas länger suchen musste seinerzeit Prinz Picco I. „von Wursterei und Ratspartei“ (1988). „Mit Narren macht man sich einen Spaß“, dachte sich sein Schwiegervater und versteckte das Zepter kurzerhand in der Gefriertruhe. Nach einigem Suchen ward er aber wieder gefunden. Der Prinz schweißgebadet, das Karlchen durchgefroren. Zeitzeugen zufolge hat das Narrenzepter auch erst seitdem seine markante rote Nase. Ähnliche Geschichten ranken sich um andere Details des Narrenzepters. So gab es den ein oder anderen Sturz, der auch schon mal eine kosmetische Nasen-Operation zur Folge hatte und die roten Wangen resultieren der Sage nach aus der Sommerpause 2003, die es bei Prinz Franjo I. im Schlafzimmer verbrachte. 

Regelmäßig kümmerte sich die Frau des Ehrenvorsitzenden Josef Lütke-Wienker, Prinzessin Mathilde, darum, dass Karlchens Manschette frisch gewaschen und gestärkt in die neue Session starten kann. Im Jahr 2009 gönnte Prinz Hubert I. „von Holzreport und Wassersport“ dem Narrenzepter eine Frischzellenkur mit Ganzkörperpeeling und einer neuen Lasur. Längst hatte das Zepter eine feste Position im Füchtorfer Karneval eingenommen, war aber noch immer namenlos. Bei der Suche nach einem Namen waren sich die Narren schnell einig und tauften es schließlich auf den Namen „Karlchen“ – zu Ehren des ersten Prinzen des KFV. Fortan wird die Session traditionell mit dem „Karlchen-Wecken“ gestartet, einem zärtlichen Kuss der Prinzessin, der das Zepter aus der Sommerpause lockt. Diese verbringt Karlchen im Übrigen seit vielen Jahren nicht mehr beim Prinzen, sondern in einer eigens für ihn gefertigten Vitrine im Narrenhauptquartier Artkamp-Möllers. Von hier aus hat er das Geschehen im Dorf dauerhaft im Blick und kann frühzeitig ein Auge auf seinen neuen Herrn werfen. Am 13. Februar beim traditionellen Fischessen der Karnevalisten wird Karlchen sein Sommerquartier wieder beziehen. Zuvor stehen den Narren aber noch viele tolle Tage vor der Tür – und weiterhin auch die Frage, wer das Karlchen durch diese Session tragen wird.

Kartenvorverkauf

Großer Andrang herrschte am Dienstag in der Gaststätte Artkamp-Möllers. Bereits am Nachmittag trafen die ersten Karnevalsfreunde ein, um sich die besten Plätze für den Füchtorfer Saalkarneval zu sichern. Um 19 Uhr eröffnete der Elferrat den Kartenvorverkauf für die Prinzenproklamation und den Prinzenball. Beide Veranstaltungen erfreuten sich großer Beliebtheit, so dass sich die Saalpläne rasch auffüllten. Schon nach 20 Minuten war der Ansturm vorbei und sowohl Narren als auch die Organisatoren zeigten sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis, musste doch in diesem Jahr niemand unverrichteter Dinge nach Hause gehen. Auch wer es am Dienstag nicht zum Kartenvorverkauf geschafft hat, hat jetzt noch die Chance Restkarten für die Pripro und auch für den Ball zu erhalten. Interessierte wenden sich dazu gerne an den Kassierer Bernd Buddelwerth (0151/50744501). 

Fest der Prinzen

Bereits am Samstag, 6. Januar, wurden erneut zahlreiche Narrenkappen in Füchtorf gesichtet. Zum traditionellen Fest der Prinzen hatte Prinz Christian I. alle Ex-Prinzen des KFV in das Tennisheim eingeladen und damit seinen Einstand in die Ex-Prinzengarde hervorragend vorbereitet. Prinzensprecher Hubert Kreimer und Uli Niemerg gaben eine kurzen Jahresrückblick über die Aktivitäten und den positiven Kassenstand, KFV-Vorssitzender Daniel Benefader und Sitzungspräsident Robert Budde hatten noch einige Organisatorische Informationen zur anstehenden Session im Gepäck.

Viel spekuliert wurde hier natürlich über den Nachfolger von Prinz Christian, der im Rahmen der PriPro am 27. Januar das Narrenzepter Karlchen übernehmen wird. Bis dahin halten sich die Verantwortlichen aber bedeckt und auch beim Kartenvorverkauf darf im Rahmen des Prionzenlottos jeder noch einen Tipp abgeben.

Neue Karnevalsfahne

Die 5. Jahreszeit steht vor der Tür, das ist seit letzten Freitag in Füchtorf nicht mehr zu übersehen. Um die Karnevalsfreude schon mal aufleben zu lassen traf sich der Elferrat am Nachmittag auf dem Tie und hisste dort gemeinsam mit Prinz Christian I. erstmalig die neue Fahne des Karneval Füchtorfer Vereine. In den Karnevalsfarben Rot und Weiß und mit dem Harlekin als Emblem des KFV kündet sie nun davon, dass Karnevalisten und Aktive in den Endspurt der Karnevalsvorbereitungen eintreten. Zudem soll die Fahne auch daran erinnern, dass sich alle Füchtorfer am Dienstag, 16. Januar, im Rahmen des Kartenvorverkaufs ab 19 Uhr ihren Platz für die karnevalistischen Sitzungen PriPro und Prinzenball sichern können.