Prinzenrede

Tim der I., der Saubermann der mit Sachsen kann

§ 1
Ich wohne mit meiner Prinzessin Denise und unseren beiden Kindern nahe am Füchtorfer Ortskern mit kurzen Wegen zur festlich geschmückten Füchtorfer Narhalla. Auch unser Prinzenhauptquartier soll für die Zeit unserer Regentschaft in karnevalistischem Glanz erstrahlen. Angelehnt an den zweiten Teil meines prinzlichen Beinamens wird dann aus dem Droschkenweg die „Füchtorfer Elbflorenz“ und aus unserem Haus die „Hochburg närrischen Frohsinns“. Für den karnevalistischen Schmuck sollen unsere Nachbarn sorgen. Die Verantwortung für die Dekoration übergebe ich an Frank Möllenstroth und Andreas Jäkel.

§ 2
Unsere Nachbarschaft ist eine starke Gemeinschaft, die nicht nur feiern kann. Wenn es darauf ankommt, packen auch alle fleißig mit an. Davon können sich die Besucher des Hoffestes der Familie Droste am 1. Mai jedes Jahr aufs Neue überzeugen. Wer, wenn nicht die Nachbarschaft, ist dazu prädestiniert, mir einen stattlichen Prinzenwagen für die Karnevalsumzüge zu bauen? Dieser Auftrag geht also in die Hände unserer Nachbarschaft! Zum Oberwagenbaumeister ernenne ich Dierk Schmelzer, die Organisation der Verpflegung übernimmt Dirk Kuhlmann.

§ 3
Meine Prinzessin liebt und lebt Sport und ist in der Füchtorfer Laufgruppe „Enorm in Form“ unterwegs. Diese Truppe hat über die Jahre auch ein feines Gespür für gesunde und vitalisierende Getränke entwickelt und von diesen Kenntnissen soll nun auch der Füchtorfer Karneval profitieren. Daher beauftragen wir die Laufgruppe „Enorm in Form“ mit der Herstellung des prinzlichen Leibgetränkes, einem „Sachsenwasser“ und dessen Präsentation auf dem Rosenmontagsumzug. Zu Oberbrandmeisterinnen ernenne ich Sonja Schlingmann und Nicole Pries.

§ 4
Der erste Teil meines prinzlichen Beinamens bezieht sich auf meinen Stammtisch „Die Saubermänner“. Nachdem wir vor einigen Jahren das Kegeln aufgegeben haben, treffen wir uns nun regelmäßig zum Stammtisch und sonstigen Unternehmungen. Gestandene Männer, die für fast jeden Spaß zu haben sind. Das dürften die Saubermänner nun auch am Rosenmontag zeigen. In Anlehnung an mein Lillifee-Kostüm aus der letzten Karnevalssession soll mein Stammtisch am Rosenmontag auf dem Tie den „Lillifee-Dance“ aufführen. Für Kostüme und Choreographie sind Udo Klaesvogt und Harry Pohlschmidt verantwortlich.

§ 5
Apropos Lillifee-Kostüm. Meine Kostümierung aus dem letzten Jahr hat mir nicht nur einen Orden eingebracht, sondern auch Begehrlichkeiten bei anderen Karnevalisten geweckt. Genau genommen war das selbstgebastelte Schweinchen „PUPSI“, das bereits meine Prinzessin Denise auf ihren Junggesellenabschied begleitet hatte, das Objekt der Begierde. Und letztendlich ist es auf der letztjährigen Prinzenproklamation bei Caroline Heseker gelandet. Nun fordere ich dich Caroline und deine „Übertreiber-Weiber“ dazu auf, mir „PUPSI“ am Rosenmontag auf dem Tie zurückzugeben. Mehr noch: Auch meine Stammtischbrüder sollen als Belohnung für ihren Tanz von euch einen „PUPSI“ erhalten.

§ 6
Meine Prinzessin Denise hat nach ihrem Umzug aus dem sächsischen Freiberg in den Kreis Warendorf einige Jahre in Beelen gewohnt. Aus dieser Zeit, in der sie viel Unterstützung und Hilfe erfahren hat, sind enge Freundschaften entstanden, die bis heute andauern. Daher dürfen auch ihre „Brüder im Westen“ samt Familie(n) nicht beim Rosenmontagsumzug fehlen. Mit der Organisation dieser Fußgruppe betrauen wir Mario und Timo Bessmann.

§ 7
In der Familie Schwienheer – genau genommen in den Familien Schwienheer / Pohlschmidt / Kuhlmann – wird Familie groß geschrieben. Diesen Zusammenhalt möchten wir auch beim Rosenmontagsumzug auf dem Tie sehen. Da in unserer Familie Musik im Blut liegt, liegt es nahe, dass uns die Familie am Rosenmontag auf dem Tie ein Ständchen bringt. Die Organisation und Koordination der Familien obliegt meiner Schwester Melanie Otte, die Verantwortung für die Musik übernimmt Manny Pohlschmidt.

§ 8
Nicht nur mit meinem Stammtisch, auch mit meiner alten Clique, den B- Boys, verbringe ich gerne meine freie Zeit. So nehmen wir uns einmal jährlich die Zeit für eine gemeinsame Wochenendwanderung. In Erinnerung an diese schöne Tradition verpflichte ich die B- Boys, am Rosenmontag beim Umzug als Wandergruppe „Qualmende Socken“ mitzulaufen. Für Kostümierung und Organisation sind David Gökce und Michael Oertker verantwortlich.

§ 9
Prinzessin Denise ist Mitglied einer Whatsapp-Gruppe namens „Helikoptermütter“. Ursprünglich war diese Gruppe zum Austausch über Hausaufgaben, Kinderbetreuung etc. gedacht, inzwischen dient sie als Basis für mütterspezifische Unternehmungen. In den nächsten 3 Wochen können wir aber sicherlich ein paar Helikoptermütter gut gebrauchen, die sich nicht nur um unsere Kinder kümmern, sondern auch uns pflegen, damit wir gut durch die Session kommen. Mit dieser Aufgabe betrauen wir Nicole Benefader und Martina Hülsmann.

§ 10
Füchtorf wächst. Das sieht man nicht nur in den Neubaugebieten, sondern auch beim Blick in viele neue Gesichter, wenn man die Füchtorfer Grundschule besucht. Es ist zu hoffen, dass die Zugezogenen hier nicht nur eine neue Wohnstätte, sondern auch eine neue Heimat und neue Freunde finden. Wir laden alle Füchtorfer Neubürger herzlich ein, mit uns den Rosenmontag in Füchtorf zu feiern.

§ 11
Durch meinen Beruf konnte ich schnell feststellen, dass man mit den richtigen Mittelchen viel bewirken kann. Meine „Pferdesalbe“ hat schon so manchen lahmen Wanderer wieder auf die Beine gebracht und meine „Hausapotheke“ gibt noch einiges mehr her. Davon sollen jetzt auch die Füchtorfer Karnevalisten profitieren, ich habe meine Hausapotheke stets dabei. Also immer daran denken: „Bei Humorlosigkeit oder Feiermüdigkeit: Tim der Erste ist nicht weit! ´Ne Salbe hier ´nen edlen Tropfen da, und es ist wie´s vorher war.“

In diesem Sinne ein dreifach kräftiges
FÜCHTORF – Helau KFV – Helau FÜCHTORF – Helau