Prinzenrede

§ 1
Meine Prinzessin Maria und ich wohnen auf der Paulinenhöhe am Knapp. Getreu meines prinzlichen Beinamens soll unser Prinzenhauptquartier für die Zeit unserer Regentschaft in „königlicher Fohlenstall an der Prinzenhöhe“ umbenannt werden. Für karnevalistischen Schmuck soll unsere Nachbarschaft sorgen. Als Dekorationsbeauftragte ernenne ich unsere langjährigen Nachbarn Klaus Deitermann und Annette Fligg.

§ 2
Ein stattlicher Prinz braucht auch ein angemessenes Gefährt für die Karnevalsumzüge. In unserer Clique gibt es hierfür eine ausreichende Anzahl ausgewiesener Fachleute. Daher liegt es auf der Hand, dass ich diese Gruppe mit dem Bau meines Prinzenwagens betraue. Zu Oberwagenbaumeistern ernenne ich Matthias Versmold und Christina Niehoff.

§ 3
Meine Prinzessin ist seit vielen Jahren in einem Füchtorfer Stammtisch aktiv. Die Geselligkeit steht bei dieser Gruppe im Vordergrund. Daher dürfen die fröhlichen Damen auch nicht auf unserem Rosenmontagsumzug fehlen. Als ausgewiesene Kenner „kurzer“ Getränke stellt sich auch die Frage der Aufgabe nicht. Ich beauftrage den Stammtisch meiner Prinzessin mit der Herstellung des prinzlichen Leibgetränkes und dessen Präsentation auf dem Rosenmontagsumzug unter dem Namen „Fohlenkraft und Königssaft“. Zu obersten Getränkewarten ernenne ich Nicole Altenau und Simone Schlingmann.

§ 4
Der zweite Teil meines prinzlichen Beinamens bezieht sich auf meine Regentschaft als Schützenkönig vor 7 Jahren. Ich erinnere mich heute noch sehr gerne an diese Zeit zurück. Aber auch im Kreis der Ex-Könige fühle ich mich sehr wohl und genieße die gemeinsamen Abende. Daher möchte ich diese Gruppe auch auf dem Rosenmontagsumzug nicht missen. Mir zu Ehren jedoch nicht in der Ex-Königskluft sondern – und das gibt der zweite Teil meines prinzlichen Namens her, als „Gladbacher Fohlen“. Mit der Organisation dieser Gruppe betraue ich Herbert Oertker und Holger Diekmann.

§ 5
Über meine Leidenschaft für Borussia Mönchengladbach hinaus bin ich zwar eher ein „Nicht-Sportler“, dennoch freue ich mich sehr über die Aktivitäten in Füchtorf rund um Turnhalle und Vereinsheim. Den Verantwortlichen hierfür gilt mein herzlicher Dank. Ich würde meinem Narrenvolk gerne am Rosenmontag mehr zur sportlichen Zukunft Füchtorfs präsentieren. Und wer könnte die Planung besser vorstellen als eine Kombination aus Vorstand des SC Füchtorf und des Fördervereins? Ich freue mich auf Euch am Rosenmontag. Mit der Umsetzung beauftrage ich hiermit Thomas Weißen und Burkhard Budke.

§ 6
Ich bin begeisterter Bürgerschütze und gerne im Vorstand aktiv. Als Beisitzer bin ich dort für das Sponsoring zuständig, und ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei allen Sponsoren des Bürgerschützenvereins für die Unterstützung zu bedanken. Ist doch ein solides finanzielles Fundament für jeden Verein die Basis. Hiervon kann der Vorstand des Bürgerschützenvereins ein Lied singen und soll das auch am Rosenmontag tun. Ich freue mich auf eure Interpretation von „Ich wär so gerne Millionär“! Verantwortlich für Umsetzung, Kostümierung und Vertonung sind Wilfried Holtkämper und Achim Diekmann.

§ 7
Prinzessin Maria arbeitet seit 35 Jahren im Steuerbüro KJP, lange in Gütersloh und nun in Warendorf. Von dem guten Betriebsklima und der Feierlaune der Kolleginnen und Kollegen konnte ich mir schon selbst ein Bild machen, und ich bin davon überzeugt, dass Marias Kolleginnen und Kollegen eine Bereicherung für unseren Karneval sind. In Anlehnung an den nächsten Betriebsausflug sollen die MitarbeiterInnen von KJP als Matrose oder Kapitän verkleidet an unserem Rosenmontagsumzug teilnehmen. Koordination und Kostümierung obliegt den Kolleginnen Karola Ziller und Ute Bruchhagen.

§ 8
In Sassenberg gibt es seit ein paar Jahren das Gerücht, dass die Wiese zwischen Börding und Apotheke einmal schön gewesen sein soll. Einige Sassenberger träumen nun von einer barocken Parkanlage, dem sogenannten Drostengarten. Ich kann ja sehr gut verstehen, dass die Sassenberger sich ein schönes Fleckchen Garten wünschen, aber statt hier Geld zu investieren, sollte man dieses lieber in den öffentlichen Nahverkehr stecken. Dann wäre zum einen die schlechte Verkehrsanbindung der Füchtorfer gelöst und zudem könnten die Sassenberger öfter mal nach Füchtorf fahren, um sich mal ein richtig schönes Fleckchen Erde anzuschauen!

§ 9
Apropos Sassenberger! Ich habe in Sassenberg zwar nicht viele, aber zumindest einen Freund gefunden. Auf gemeinsamen Fahrten zum Gladbach-Spiel oder im VIP-Zelt beim Tractor Pulling: Wir haben viele schöne gemeinsame Stunden erlebt, die uns verbinden. Und da ich weiß, dass dieser Freund sehr gerne singt, wie auch meine Schwägerin Susanne, liegt es nahe, dass du lieber Josef Uphoff, am Rosenmontag gemeinsam mit Susanne für mich singen sollst. Gerne kannst du mich in dem Lied auch fragen: „Warum hast du nicht nein gesagt?“.

§ 10
Seit über 30 Jahren bin ich Mitglied im Kegelclub „Die Prallböcke“. Dieser Name steht für 12 gestandene Männer, die keiner Feier aus dem Weg gehen und für jeden Spaß zu haben sind. So haben wir auf der Hochzeit eines Kegelbruders mit „Die Glocken von Rom“ sehr viel Spaß gehabt und auch den Gästen viel Freude bereiten können. Diese Freude soll nun auch dem breiten Narrenvolk zuteilwerden. Daher beauftrage ich meine Kegelbrüder, am Rosenmontag auf dem Tie „die Glocken von Rom“ vorzutragen. Verantwortlich für Choreografie, Musik und Kostüme sind die Kegelbrüder Thomas Möllmann und Dirk Kuhlmann.

§ 11
Der Bürgerschützenverein organisiert gemeinsam mit unseren Schützenbrüdern aus Velsen-Gröblingen jeden zweiten Herbst ein großes Oktoberfest, dass längst fester Bestandteil des Füchtorfer Terminkalenders geworden ist. Durch meine Mitarbeit im Planungsteam konnte ich erleben, was man alles auf die Beine stellen kann, wenn man vereinsübergreifend an einem Strang zieht. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Oktoberfest. Da aber in diesem Jahr keines stattfindet lade ich die Kollegen aus Velsen-Gröblingen ein, unseren Rosenmontag mitzufeiern. Natürlich in Lederhose!