Prinzenrede

Christian der I., der Konstrukteur und Blaue Bär
§ 1
Ich wohne mit meiner Prinzessin Sylvia und unseren beiden Kindern in meinem Elternhaus mit der Adresse Rippelbaum 1. Auch wenn sich am Standort unseres Hauses nie etwas geändert hat, stand es schon auf der Elve, in der Lütke Heide und nun letztendlich in Rippelbaum. Zudem sind wir aufgrund unserer Nachbarschaft offiziell eingebürgerte Knäpper. Da wir uns im Grenzgebiet sehr wohlfühlen, ernenne ich unser Haus für die Zeit unserer Regentschaft zur Integrations- und Narrenhochburg mit dem Namen „Lütke-Elvenbaum am Knapp Nr. 11“. Diese soll von unseren Nachbarn für die Session verschönert werden. Zum Schmuck- und Integrationsbeauftragten ernenne ich Wilfried Holtkämper.
§ 2
Ich kegele bereits seit über 20 Jahren im Kegelclub „Die Blauen Bären“. Mit der Clique der Blauen Bären sind wir nicht nur auf der Kegelbahn aktiv, sondern auch sonst für jeden Spaß zu haben.
Die Älteren unter Euch werden sich vielleicht noch daran erinnern: Zu Ehren von Prinz Willi dem III. von Windeskraft und Landwirtschaft haben die Blauen Bären im Jahr 2000 beim Rosenmontagsumzug einen Bärentrunk serviert, der Körper und Geist auf Vordermann bringt und nachhaltig für gute Stimmung sorgt. Mit dem Wissen um die positive Wirkung des Bärentrunks ist uns eines klar: Der Bärentrunk darf in meiner Regentschaft nicht fehlen. Daher verpflichte ich die Clique der Blauen Bären, den Bärentrunk in ausreichender Menge herzustellen und am Rosenmontag unter dem Narrenvolk zu verteilen. Zum Oberbraumeister ernenne ich Stephan Schwienheer, auch „Tuffy“ genannt.
§ 3
Ein Konstrukteur braucht natürlich auch einen stattlichen Prinzenwagen. In der Clique der Blauen Bären befinden sich nicht nur gute Getränkebrauer, sondern auch viele talentierte Handwerker, die einfach prädestiniert für diese anspruchsvolle Aufgabe sind und bereits bei Prinz Carsten dem I. einen guten Job gemacht haben. Daher beauftrage ich die Männer unserer Clique mit dem Bau des Prinzenwagens. Zu den Oberwagenbauern ernenne ich Markus Ostholt und Carsten Schlingmann.
§ 4
Schon seit meiner Jugend spiele ich Tischtennis beim SC Füchtorf. Seit nunmehr 11 Jahren bin ich auch als Vorsitzender der Tischtennisabteilung im Verein aktiv. Aus diesem Grunde sollen die Mitglieder der Tischtennisabteilung am Rosenmontag als friedliche „Schläger-truppe“ am Umzug teilnehmen. Zeigt dem Narrenvolk, wie viel Spaß man beim Tischtennis haben kann, und dass jeder Interessierte herzlich willkommen ist, bei uns mitzumachen! Mit der Koordination dieser Gruppe beauftrage ich meinen Tischtenniskollegen, Andreas Niemerg.
§ 5
Über den Sport haben wir auch erste Kontakte zu unseren Zuwanderern aus Syrien und anderen Ländern geknüpft. Mittlerweile haben sich hieraus echte Freundschaften entwickelt, die uns viel geben und unser Leben sehr bereichern. Daher dürfen auch sie nicht auf dem Rosenmontagsumzug fehlen. Ich beauftrage Alexandra Pundsack, als eine der vielen aktiven Füchtorfer im offenen Treff, und Abdulbaset Almasri mit der Organisation dieser Gruppe. Das Motto soll lauten: „Füchtorf ist bunt“.
§ 6
Meine Prinzessin Sylvia ist seit einem Jahr regelmäßig in einer bunt gemischten Gruppe lauffreudiger junger Damen unterwegs. Damit der Sport in der Karnevalszeit nicht zu kurz kommt, verpflichte ich die Laufgruppe meiner Prinzessin dazu, nach dem Rosenmontags-umzug Auf dem Tie einen stimmungsvollen „Workout“ aufzuführen. Für die Fitness der Mädels verantwortlich sind Kerstin Rehbaum und Sonja Schlingmann. Auch der inaktive Teil dieser Gruppe – namentlich Nicole Pries – ist natürlich mit dabei.
§ 7
Meine Frau und ich sind aber nicht nur sportlich, wir lieben auch gutes Essen, und da darf es auch mal eine klassische Mantaplatte sein. Wie wir mit Begeisterung festgestellt haben, wird ja nun in Füchtorf ein neuer Imbiss gebaut. Endlich müssen wir für die kleine Pommes zwischendurch nicht mehr unser schönes Dorf verlassen. Im Karneval soll es bereits einen ersten Vorgeschmack geben. Dazu möchte ich an den zukünftigen Betreiber, Markus Buddenkotte, eine besondere Bitte herantragen: Mir zu Ehren soll am Rosenmontag auf dem Tie ein besonderes Highlight angeboten werden: „Die kulinarische Prinzenplatte“.
§ 8
Meine Prinzessin Sylvia ist genau wie ich in einem Kegelclub aktiv. Die Quietscheentchen sind nicht nur im Kegelsport erfolgreich, sie haben auch einen Hang zu ausgefallenen Aktivitäten und Kegeltouren. Eine dieser Aktivitäten führte den Kegelclub in ein Tonstudio und zur Aufnahme einer eigenen CD. Um diese alten Erinnerungen wieder aufleben zu lassen, verpflichte ich den Kegelclub die Quietscheentchen, am Rosenmontag auf dem Tie ihr Lied „Felicitas“ stilecht vorzutragen. Verantwortlich für die Umsetzung sind Kira Weißen und meine Schwester,Sonja Ewerszumrode.
§ 9
Unsere Kinder Hannah und Ida teilen unsere Freude am Karneval. Hannah ist bei den Minis aktiv und Ida bei den Smarties. Das Tanzen in der Gruppe macht unseren Kindern sehr viel Freude, und die Aufregung vor den Festen war groß. Dies hat uns auf die Idee gebracht, am Rosenmontag nach dem Programm vor der Bühne auf dem Tie eine kleine Kinderdisco zu veranstalten. Wir laden alle Kinder, egal ob groß oder klein, dazu ein, mitzumachen und mit uns zu tanzen.
§ 10
Seit Kurzem bin ich als zweiter Vorsitzender im Förderverein der Grundschule aktiv. Der Förderverein hat sich zum Ziel gesetzt, die Grundschule sowohl bei der gezielten Förderung der Schüler als auch bei der Schulhofgestaltung zu unterstützen. Ein aktuelles Beispiel ist da der Beitrag zur Neugestaltung des Schulbolzplatzes – sowohl durch finanzielle Mittel als auch durch tatkräftige Eigenleistungen. Der Vorstand des Fördervereins und viele Eltern sind hierfür das ganze Jahr aktiv. Am Rosenmontag sollen es nun die Lehrer sein, die für den Förderverein alles geben. Ich verpflichte die Lehrer der Grundschule Füchtorf, im Rahmen einer „Speed-Spending-Aktion“ am Rosenmontag für den Förderverein auf dem Schulhof auf Spendenfang zu gehen. Nähere Informationen zur Aktion wird die Vorsitzende des Förder-vereins, Melanie Querdel, geben können.

§ 11
Last but not least möchten wir all unsere Freunde und Verwandte, die in den bisherigen Punkten nicht genannt wurden, dazu aufrufen, uns auf dem Rosenmontagsumzug zu begleiten. Das Motto dieser Gruppe soll in Anlehnung an unsere Geburtsjahre „Kinder der 70er“ heißen. Die Organisation dieser Truppe obliegt meiner Schwägerin, Michi Assmann, und meiner Schwester, Steffi Laumann.