Prinzenrede

§ 1
Meine Prinzessin Claudia und ich wohnen auf meinem elterlichen Hof in Twillingen. Der Hof Heseker dürfte vielen bereits aus früheren Jahren als Narrenhochburg bekannt sein, daher soll unser Prinzenhauptquartier in „Schloss Déjà-vu im Twillinger Prinzenviertel“ umbenannt werden. Für karnevalistischen Schmuck soll unsere feierfeste Nachbarschaft sorgen. Als Dekorationsbeauftragte ernenne ich Marita Horstmann und Nicole Pries.

§ 2
Ich bin seit vielen Jahren im Kegelclub „Flasche leer“ aktiv. Neben den Kegelabenden und der jährlichen Kegeltour organisieren wir auch jedes Jahr die wohl schon legendäre „Flasche leer“-Party, die weit über die Grenzen Füchtorfs bekannt ist. Das Organisationstalent und die Geselligkeit meiner Kegelbrüder und derer, die wir in unserer Whatsapp-Gruppe als „Anhang“ bezeichnen, möchte ich mir natürlich auch im Karneval zunutze machen. Daher beauftrage ich den Kegelclub „Flasche leer“ samt Anhang mit dem Bau des Prinzenwagens. Zu Oberwagenbauern ernenne ich Sascha Kemner und Michi Nettelnstroth.

§ 3
Meine Prinzessin kegelt seit sechs Jahren im Kegelclub der „Lieben 7“. Dass die Mädels es da mit dem Kegelnamen nicht ganz so genau nehmen, erkennt man schon daran, dass es sich bei den 7 in Wirklichkeit um 10 aktive und feierfreudige Mädels handelt. Die „Lieben 7“ sollen natürlich auch im Karneval aktiv sein und auf Rosenmontag für das prinzliche Marschgetränk sorgen. Frei nach dem Motto: „Statt Flasche leer lieber mit den Lieben auf Wolke sieben.“ Zu Oberdestillateuren ernenne ich Denise Glanemann-Heitkemper und Anja Finke.

§ 4
Ich bin seit einigen Jahren Vorsitzender in der Ehrengarde Füchtorf – daher auch das „Gardehemd“ in meinem prinzlichen Beinamen. So wie ich die Uniform gegen das Prinzenkostüm getauscht habe, soll die Ehrengarde nun am Rosenmontag auf dem Tie statt Schützenfest gemeinsam mit uns Karneval feiern. Aus dem Gardehemd wird dann ein Hawaii-Hemd und aus dem Lied „Schützenfest feiern“ wird „Karneval feiern“. Verantwortlich für Choreografie, Outfit und Gesang ist mein Stellvertreter, Volker Klaesvogt. Unterstützt wird er dabei vom Kommandeur, Thomas Nierkamp.

§ 5
Ein wichtiger Teil in meinem Leben ist meine Familie und besonders meine drei Schwestern. Wir unternehmen viel gemeinsam, aber als einziger Junge muss man sich auch ab und zu mal von den Schwestern auf der Nase herumtanzen lassen. Nun sollen die drei einmal nach meiner Nase tanzen. Da als Tänzerinnen und Trainerin bei den rot-weißen Funken aktiv, liegt die Aufgabe auf der Hand: Ich erteile Julia, Caroline und Theresa den Auftrag, am Rosenmontag auf dem Tie für mich einen Gardetanz aufzuführen.

§ 6
Meine Rolle in der Gruppe „Whats up“ werde ich nun leider auf den kommenden Festen dieser Session nicht mehr ausfüllen können. Aus gemeinsamen Auftritten in den letzten Jahren kenne ich aber einen mehr als geeigneten Ersatz, den ich gerne wieder auf der Karnevalsbühne sehen würde. Lisa Lietmann soll meine Rolle übernehmen. Liebe Lisa,
wir freuen uns auf deine Auftritte!

§ 7
Meine Prinzessin Claudia ist Mallorca-Fan. Alle zwei Jahre geht es gemeinsam mit fünf Freundinnen ab nach Mallorca. Am Rosenmontag soll das Narrenvolk diese Begeisterung spüren können. Daher verpflichte ich die Freundinnen meiner Prinzessin Claudia, am Rosenmontag auf dem Tie für uns alle den Hit „Ich will Malle zurück“ zum Besten zu geben. Verantwortlich für die Darbietung sind Nina Gröne und Karin Peters.

§ 8
In meiner Familie grassiert schon bei dem einen oder anderem das Karnevalsfieber, in der Familie meiner Prinzessin ist der Füchtorfer Karneval aber noch eher unbekannt. Dies soll nun anders werden, denn das wissen wir über unsere Nachbarn aus Milte: feiern können die auch! Wir laden alle unsere Freunde und Verwandten aus Füchtorf, Milte und dem Rest der Welt ein, sich unserem diesjährigen Rosenmontagsumzug anzuschließen und mit uns zu feiern. Euer Motto soll heißen „Unsere kleine Farm“. Mit der Organisation dieser Gruppe beauftrage ich Claudias Schwester, Linda Rupe, und meinen Onkel, Laurenz Heseker.

§ 9
Wenn ich über unsere Clique spreche, meine ich damit neben dem Kegelclub „Flasche leer“ samt Anhang auch den Damen-Kegelclub „Die wilden Hühner“. Seit vielen Jahren planen und feiern wir viele gemeinsame Aktivitäten, und ich kann sagen, bei den „wilden Hühnern“ ist der Name Programm. Daher will ich auch im Karneval nicht auf die Truppe verzichten. Am Rosenmontag auf dem Tie sollen die „wilden Hühner“ für uns den bekannten Karnevalssong „Eigelb zu hell“ singen. Verantwortlich für die Umsetzung sind Kristin Micke und Diana Rüter.

§ 10
Ich bin neben dem Kegelclub „Flasche leer“ auch noch im Kegelclub „KCFO“ aktiv: Kegelclub Füchtorf-Ostbevern. Wir treffen uns unregelmäßig regelmäßig zu gemeinsamen Kegelabenden, um unsere guten Kontakte aus Jugendjahren zu erhalten. Auch diese Jungs dürfen im Karneval nicht fehlen. Der Kegelclub „KCFO“ soll als „kleine Ferkel“ an unserem Rosenmontagsumzug teilnehmen. Verantwortliches Oberferkel ist Stefan Kampelmann.

§ 11
Im Jahr 2004 ist mein Vater als Prinz Ludwig der I. in Füchtorfs Narhalla eingezogen. In § 7 seiner Prinzenrede hieß es: „Schon lange warten die Füchtorfer auf eine neue Sporthalle. Nach fast zehn Jahren ist nun im Ortsausschuss die mögliche Lösung vorgestellt worden: die „interfraktionelle Arbeitsgruppe“… .“ 
Ich weiß zwar nicht, was genau diese interfraktionelle Arbeitsgruppe in den letzten 14 Jahren gemacht hat, aber so wie es aussieht, können wir uns nun berechtigte Hoffnungen machen, dass das lange Warten ein Ende hat. Nicht, dass auch noch die dritte Generation Heseker einen prinzlichen Paragrafen zur Sporthalle erlassen muss …